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22.01.2019 / Ausland / Seite 6

Kleine korrupte Welt

Frankreichs früherer rechter Regierungschef Fillon muss vor Gericht. Staat um eine Million Euro geprellt

Hansgeorg Hermann, Paris

Die Pariser Satirezeitung Le Canard enchaîné hatte den Betrüger im Januar 2017 gerade noch rechtzeitig entlarvt: Vor genau zwei Jahren, es war Wahlkampf, führte der rechtskonservative, erzkatholische Politiker François Fillon die Liste der Favoriten für das Amt des französischen Präsidenten an, uneinholbar, wie es schien. Die Artikelserie machte Schluss mit dem Biedermann, der – wie die nationale Finanzstaatsanwaltschaft in der vergangenen Woche endgültig bestätigte – die Staatskasse über einen Zeitraum von 15 Jahren um nahezu eine Million Euro geprellt hatte. Nachdem die Ermittlungen nun abgeschlossen sind, hat das Finanzstrafgericht den Fall an die Strafkammer des Pariser Landgerichts übergeben. Bis voraussichtlich Ende des Jahres wird sie Fillon aburteilen und über sein Strafmaß entscheiden müssen.

Präsident und Nachfolger des sozialdemokratischen Staatschefs François Hollande wurde schließlich ein anderer – der neoliberale Emmanuel Macron übernahm im ...

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