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22.01.2019 / Inland / Seite 5

Dr. med. Heuschrecke

Private-Equity-Fonds drängen in den deutschen Gesundheitsmarkt. Ihr bevorzugtes Einfallstor sind Medizinische Versorgungszentren

Ralf Wurzbacher

Es gibt sie noch: unabhängige niedergelassene Ärzte, die nur nach bestem Wissen und auf eigene Rechnung praktizieren. Aber sie werden weniger. Seit einigen Jahren drängen immer mehr Akteure in den deutschen Gesundheitsmarkt, für die Profit alles und das Patientenwohl nachrangig ist. Besonders augenfällig ist die Entwicklung im Bereich der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Das sind Zusammenschlüsse mehrerer Mediziner, die gemeinsam unter einem Dach eine fächerübergreifende Behandlung »aus einer Hand« gewährleisten sollen. So jedenfalls lautete die Zielstellung des Gesetzgebers, als die ersten MVZ vor 15 Jahren entstanden. Insbesondere versprach sich die Politik davon eine bessere Versorgung in der Breite, vorneweg in ländlichen Gebieten.

Die schönen Vorsätze von einst sind längst überholt. Wie unter anderem die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) beklagen, sind MVZ inzwischen zum bevorzugten Einfallstor für Gesundheitsunternehmen und renditehung­rige...

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