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22.01.2019 / Thema / Seite 12

Unter der Käseglocke

Thailand steht vor der Rückkehr zu ­zivil-demokratischen Verhältnissen. Doch die regierende Militärjunta unter Premier Prayut hat in ihrem Sinne vorgesorgt

Thomas Berger

Kein Putsch, sondern bloß eine Maßnahme, die aus dem Ruder laufenden Massenproteste der verfeindeten politischen Lager zu beenden und die öffentliche Ordnung in der Stadt wiederherzustellen. So stellte Thailands Militär um den damaligen Armeechef General Prayut Chan-ocha das am 20. Mai 2014 ab drei Uhr morgens über die Metropole Bangkok verhängte Kriegsrecht dar. Plötzlich standen – wie zuvor schon im September 2006 beim Sturz des Premiers Thaksin Shinawatra – bewaffnete Soldaten an vielen Straßenkreuzungen. Zwar war die Anspannung auf den Straßen zu spüren, doch sehr viel mehr geschah zunächst nicht. Die regierungskritischen Aktivisten des People’s Democratic Reform Committee (PDRC) von Suthep Thaugsuban waren keineswegs beunruhigt, sondern begrüßten das Einschreiten der Uniformierten.

Zwei Tage später ließen Prayut und seine Mitstreiter, die Chefs der übrigen Teilstreitkräfte, die Maske fallen. Die Regierung wurde für abgesetzt erklärt. Der Putsch, der ...

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