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19.01.2019 / Feuilleton / Seite 11

Den Antikommunisten abgetrotzt

Dr. Seltsam

Im Kampf gegen den Russenhass bedarf es besonderer Zähigkeit. Vor dreieinhalb Jahren forderte in Berlin-Spandau eine Bürgerinitiative um den Aktivisten Piotr Luczak die Benennung einer Straße an der dortigen Zitadelle nach Wladimir Gall zur Erinnerung an den sowjetischen Kulturoffizier. An diesem Sonntag, dem 100. Geburtstag Wladimir Galls, wird der Rundweg um die Zitadelle nun tatsächlich nach ihm benannt. Schade, dass er das nicht mehr erlebt, er starb mit 92 Jahren am 9. September 2011 in Moskau.

Wer sich seines Namens nicht erinnert, kennt doch seine Taten. Sie sind in Konrad Wolfs unerreichtem Antikriegsfilm »Ich war neunzehn« (1968) überliefert: Berlin ist fast ganz erobert, Angehörige von Wehrmacht und SS haben sich mit Zivilisten in der Zitadelle verschanzt und drohen, bis zur letzten Patrone gegen die Rote Armee zu kämpfen. Sie halten das für ihre Pflicht. Der junge Hauptmann Gall, der gut Deutsch spricht, begibt sich mit Leutnant Wassili Gris...

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