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19.01.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

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Die Europäische Union fördert Agrarkonzerne. Kleinbäuerliche Betriebe sind Verlierer der Vergabepraxis. Weitere Kürzungen vorgesehen

Steffen Stierle

Für nichts gibt die EU so viel Geld aus wie für die Agrarpolitik. Rund 60 Milliarden Euro fließen Jahr für Jahr in landwirtschaftliche Betriebe und in die Förderung des ländlichen Raums. Verbunden sind damit zahlreiche politische Ziele. So soll die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) laut EU-Kommission etwa dazu beitragen, die Einkommenssituation der Bauern zu verbessern, den Klimawandel zu bekämpfen, Artenvielfalt und Biodiversität zu erhalten sowie den Generationenwechsel auf den Höfen zu erleichtern.

Doch die Realität der Fördermittelvergabe geht an diesen Zielen vorbei. So wird ein Großteil der Mittel in Form von Direktzahlungen schlicht nach dem Kriterium der Betriebsgröße vergeben. Die Folge ist, wie der jüngst veröffentlichte Agraratlas des BUND und der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt, dass etwa in Deutschland 69 Prozent der Fördermittel an nur 20 Prozent der Betriebe gehen. In Ländern wie Portugal oder Tschechien sind es sogar mehr als 80 Prozent. Die Verl...

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