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18.01.2019 / Feuilleton / Seite 11

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Zum Tod des Kunsthistorikers Wolfgang Hütt

Peter Michel

Der niedersächsische »Bücherpfarrer« Martin Weskott rettete um 1990 etwa 80.000 Bücher aus DDR-Verlagen vor der Vernichtung, kaufte in den Folgejahren aufgelöste Bibliotheken auf und veranstaltet regelmäßig Lesungen mit DDR-Autoren. Auch Wolfgang Hütt las dort im ehemaligen Refektorium der Katlenburg aus seinen Büchern. 2007 schickte ihm Pfarrer Weskott die Kopie des Innentitels seines 1981 im Seemann-Verlag Leipzig erschienenen Bandes über Adolph Menzel. Dort prangte ein Stempel: »Achtung!!! Dieses Buch stammt aus der ehemaligen DDR!« Hineingedrückt hatte ihn ein befehlsgewohnter, wohl etwas stupider Bibliotheksverwalter der Bundesluftwaffe, der die Nutzer vor Gift warnen wollte. Wolfgang Hütt reagierte mit einer Glosse über diesen »Beitrag zur inneren Einheit der Deutschen«; das Buch war zeitgleich als Lizenzausgabe im altbundesdeutschen Vollmer-Verlag München und Wiesbaden erschienen. Man kann nicht erwarten, dass ein einfältiger Beamter den großen Mal...

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