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17.01.2019 / Inland / Seite 2

»Scheint normal, dass es ab und zu mal brennt«

Keine politischen Konsequenzen nach Moorbrand durch Raketenbeschuss. Bundeswehr macht weiter wie gehabt. Ein Gespräch mit Tobias Pflüger

Jan Greve

Im September 2018 brannte das Moor im niedersächsischen Emsland wochenlang, nachdem auf dem dortigen Bundeswehr-Übungsgelände Raketen von einem Kampfhubschrauber verschossen worden waren (jW berichtete mehrfach). Sie haben fast 50 Fragen zu dem Vorfall an die Bundesregierung gerichtet und nun Antwort erhalten. Sind Sie schlauer als vorher?

Nein, nicht wirklich. Uns wurde eine Antwort geschickt, wie ich sie noch nicht vorher gesehen habe. Sie umfasst rund 300 Seiten, das ist verrückt. In dem Papier gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die das Zeug zum Politikum haben. Etwa die Aussage zum Brand in der Colbitz-Letzlinger Heide im Juni 2018. Es wird behauptet, das »kontrollierte Brennen« des Heidekrauts dort habe aus ökologischer Sicht einen »positiven Effekt«.

In der Antwort wird gar von einer »anerkannten Methode der Landschaftspflege« gesprochen. Klingt nach einer eigenwilligen Definition.

Genau, diese Sichtweise ist mir in dem Zusammenhang völlig neu. Mi...

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