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15.01.2019 / Thema / Seite 12

Übrig bleiben Totenstädte

Die verschleierte Brutalität des Krieges der US-Allianz in Syrien und Irak

Joachim Guilliard

Seit mehr als vier Jahren führt eine Allianz aus NATO-Staaten, Aus­tralien und arabischen Monarchien mit den USA an der Spitze in Syrien und im Irak Krieg, ohne dass dieser in der westlichen Öffentlichkeit als solcher wahrgenommen würde. In scharfem Gegensatz dazu wurde das russische Eingreifen an der Seite der syrischen Armee 2015 von Beginn an als brutaler Krieg gegen die gesamte Bevölkerung betroffener Gebiete angeprangert. Dabei standen die unter den Gegnern dominierenden dschihadistischen Gruppen dem »Islamischen Staat« (IS oder arabisch despektierlich »Daesch« abgekürzt), gegen den sich der Krieg der US-Allianz offiziell richtet, an Brutalität und rückständiger Ideologie kaum nach.

Mehr als 100.000 Bomben und Raketen haben die Luftwaffen der USA und ihrer Verbündeten bis Juli 2018 auf rund 30.000 Ziele in Syrien und Irak abgeworfen.1 Dennoch erscheinen die Angriffe auf Hochburgen des Daesch und andere Ziele in den westlichen Medien weniger als Krieg...

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