Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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14.01.2019 / Politisches Buch / Seite 15

Verteidiger der Ordnung

Zwei neue Bücher beschreiben den Konservatismus als schwach und erschöpft. Kollaps und Abdriften nach ganz rechts scheinen nicht ausgeschlossen

Helge Meves

»Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.« Giuseppe Tomasi di Lampedusas Bonmot über konservative Haltung und konservatives Handeln kommt genauso leicht daher, wie darin eine Herausforderung für jedes Reden über den Konservatismus aufblitzt. Zwei neuere Monographien von Corey Robin und Thomas Biebricher stellen sich ihr und sind dabei paradigmatisch für linke Konservatismuskritiken.

Für beide Autoren ist der Konservatismus historisch entstanden als Reaktion auf Selbstbefreiungsversuche der Unterdrückten in den großen Revolutionen der Neuzeit. Konservative verteidigen die eigenen Machtpositionen in einer als natürlich – von einigen als gottgegeben – verstandenen Ordnung. Sie sind der Überzeugung, dass in einer in sämtlichen Bereichen emanzipierten Welt nicht mehr der Bessere über den Schlechteren herrscht und mit der Einebnung dieser natürlichen Unterschiede die sozialen Unterschiede verschwinden, die...

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