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12.01.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Verfahren haben emanzipatorisches Potential«

Obwohl abgewiesen, zeigt die Klage pakistanischer Arbeiterinnen und Arbeiter gegen Kik Wirkung. Ein Gespräch mit Miriam Saage-Maaß

Gitta Düperthal

Infolge eines Fabrikbrands 2012 beim Kik-Zulieferer Ali Enterprises kamen in Pakistan 260 Menschen ums Leben. Das Landgericht Dortmund wies am Donnerstag die vom European Center for Constitutional and Human Rights, ECCHR, und Medico International unterstützte Klage vier pakistanischer Betroffener ab, die eine Mitverantwortung des deutschen Unternehmens Kik wegen mangelnden Brandschutzes klären sollte. Wie werten Sie das?

Das Urteil löst Enttäuschung aus, weil die grundlegende Frage nicht geklärt wurde: Haftet ein Unternehmen wie Kik für miserable Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in Firmen entlang seiner globalen Lieferketten? Statt dessen hat das Gericht die Schmerzensgeldklage aufgrund von Verjährung abgewiesen.

Kik hatte vor der Klage einem Verjährungsverzicht zugestimmt, sich aber etwa zwei Jahre später auf den Standpunkt gestellt, dieser sei unwirksam. Hat sich das Unternehmen aus der Verantwortung gestohlen?

Von 2013 bis 2015 liefen ...

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