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10.01.2019 / Inland / Seite 4

Hacken auf Staatskosten

Europäische Behörden sollen mit Trojanerprogrammen auf Computer und Telefone zugreifen. Europol errichtet »Entschlüsselungsplattform« in Den Haag

Matthias Monroy

Die Europäische Union will die Mitgliedsstaaten bei der Überwachung von Telekommunikation unterstützen. Ermittler sollen auf private Rechner oder Mobiltelefone eindringen können, um dort eine Software zum Mitlesen verschlüsselter Nachrichten zu installieren. Das bestätigte das Bundesinnenministerium Ende Dezember auf eine Frage des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (Die Linke). Im Mittelpunkt steht die Polizeiagentur Europol, die mit dem Aufbau einer »Entschlüsselungsplattform« beauftragt ist.

Trojaner werden mithilfe manipulierter Dateianhänge in digitale Geräte geschleust. So können Nachrichten vor dem Versand oder nach dem Öffnen mitgelesen werden. Dies funktioniert beispielsweise bei verschlüsselten E-Mails, Messengerdiensten wie Whats-App, Telegram und Signal oder auch bei Videotelefonaten mit Skype. Die von Polizei oder Geheimdiensten begehrten Daten werden per Screenshot oder als Textdatei übertragen, ohne dass die Besitzer es bemerken. In Deu...

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