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09.01.2019 / Inland / Seite 8

»Polizei versucht, uns unglaubwürdig zu machen«

Anschlagsserie auf linke Projekte in Hessen: Schwere Vorwürfe von Bewohnern gegen Ermittler. Ein Gespräch mit Eliad Nowak

Gitta Düperthal

Der Verdächtige im Fall des Brandanschlags auf das autonome Kulturzentrum Metzgerstraße in Hanau am 21. Dezember ist Ihnen bekannt. Sie haben den Eindruck, dass Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zur im September 2018 begonnenen Anschlagsserie gegen neun linke Projekte in Hanau, Frankfurt am Main und Schwalbach verschleppen – warum?

Zunächst: Anschlagsziele waren unter anderem das Frankfurter Café Exzess, das besetzte Haus »In der Au«, das feministische »Lila Luftschloss« sowie drei Wohnprojekte aus dem Verbund des Mietshäuser-Syndikats, MHS, wie »Assenland« im Stadtteil Rödelheim, wo ich wohne. All diese Projekte stehen für linke und alternative Wohnformen und Lebensweisen. Joachim S. war nach dem letzten Anschlag der Serie, im Kulturzentrum der Metzgerstraße am 21. Dezember, festgenommen worden – tags darauf hatte die Polizei ihn wieder freigelassen. Er ist uns seit 2015 bekannt. Immer wieder war er uns aufgefallen, weil er bei linken Pr...

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