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08.01.2019 / Inland / Seite 4

Alternative zur Alternative

Jahresrückblick 2018. Heute: Neofaschistische Parteien wollen bei anstehenden Wahlen punkten – mit Rassismus und antikapitalistischen Phrasen

Markus Bernhardt

Die zunehmenden Erfolge der völkisch-nationalistischen AfD, die mittlerweile sowohl im Bundestag als auch in allen Landtagen vertreten ist, bleiben auch für traditionelle neofaschistische Parteien nicht ohne Auswirkungen. Durch das Dauergezeter der AfD und die damit verbundene Strategie gezielter, vor allem rassistischer Tabubrüche hat sich auch für Parteien wie die NPD, »Die Rechte« und »Der III. Weg« ein Korridor geöffnet, in dem die Neonaziparteien nun ihrerseits versuchen, sich als die wahren Verfechter der von der AfD in den Mainstream eingeführten Positionen zu inszenieren. Auf der anderen Seite stellt die AfD für die extreme Rechte jedoch auch eine unliebsame Konkurrenz dar, die in der Lage ist, auch Teile des vorhandenen extrem rechten bzw. neofaschistischen Wählerpotentials an sich zu binden. Ein Beispiel: Wäre die AfD 2014 nicht zu den Landtagswahlen in Sachsen angetreten, bei denen sie ein Wahlergebnis von 9,75 Prozent einfuhr, hätten sicherlic...

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