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08.01.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Stimmungsmache für Aufrüstung

Außenminister Maas und NATO-Generalsekretär Stoltenberg werben für Stationierung neuer Raketen in Europa

Jörg Kronauer

In der Debatte um eine drohende neue Aufrüstung mit atomaren Mittelstreckenraketen in Europa haben führende Politiker damit begonnen, Russland die Schuld dafür zuzuweisen. »Der Schlüssel, um den INF-Vertrag zu bewahren, liegt in Moskau«, verkündete Außenminister Heiko Maas (SPD) am Wochenende in der Welt am Sonntag. Wieso? Moskau habe das Abkommen »gebrochen, indem es einen verbotenen Marschflugkörper entwickelt und in seine Streitkräfte eingeführt hat«, behauptete Maas. »Wenn Russland den Vertrag bewahren will, muss es jetzt überprüfbar abrüsten.« Schon am Freitag hatte sich der NATO-Generalsekretär ähnlich geäußert. »Wenn Russland nicht wieder vertragstreu wird, haben wir ein großes Problem«, so Jens Stoltenberg. Moskau bekomme jetzt eine »letzte Chance«. Wenn es an seinen Marschflugkörpern festhalte, dann bleibe der NATO »nichts anderes übrig, als zu reagieren«. Das westliche Kriegsbündnis wäscht also schnell noch seine Hände in Unschuld, bevor es zur ...

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