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08.01.2019 / Thema / Seite 12

Von oben arrangiert

Die Schuld für den Aufstieg der sogenannten Rechtspopulisten soll bei den verblendeten Unterklassen liegen – die Verantwortung der Eliten wird negiert

Michael Klundt

Die soziale Frage ist in der Bundesrepublik inzwischen so präsent wie nie zuvor. Allerdings wird sie stärker von nationalistischer als von solidarisch-internationalistischer Seite thematisiert. Und wer für den weltweiten Aufstieg der rechten Bewegungen verantwortlich ist, scheint allzu klar: In der Diskussion stehen die angeblich dummen, fremdenfeindlichen Unterklassen, der Beitrag der ökonomischen, politischen, wissenschaftlichen, medialen und anderen gesellschaftlichen Eliten gerät kaum in den Blick der bürgerlichen Öffentlichkeit.

Schon nach den großen Aufständen in den Pariser Banlieues während des Jahres 2005 und nach der sogenannten Unterschichtendebatte in Deutschland 2006 fragten sich Sozialwissenschaftlerinnen wie Jutta Allmendinger und Christine Wimbauer besorgt, ob die hiesige Klassengesellschaft auch bald »französische Verhältnisse« erwarten lasse. »Kann die verfestigte Ungleichheit in Deutschland über die individuelle Betroffenheit hinaus ein...

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