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07.01.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kooperation auf der Kippe

Sanktionen Washingtons gegen Teheran belasten Zusammenarbeit zwischen russischen und iranischen Energieunternehmen

Knut Mellenthin

Es klang nach einer Sensation, als am 1. November 2017 gemeldet wurde, der größte russische Ölförderer Rosneft und die National Iranian Oil Company (NI OC) hätten gemeinsame »strategische Projekte« im Wert von bis zu 30 Milliarden Dollar vereinbart. Das ist eine außergewöhnliche, in internationalen Geschäften so gut wie niemals erreichte Größenordnung.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits absehbar, dass Donald Trump auf den Ausstieg aus dem Wiener Abkommen vom 14. Juli 2015 und eine Reaktivierung aller vorübergehend nicht angewandten Sanktionen gegen den Iran zusteuerte. Am 8. Mai 2018 verkündete der US-Präsident diese Entscheidung offiziell. Seit dem 5. November vergangenen Jahres riskieren alle Unternehmen, die direkt oder indirekt mit dem iranischen Energiesektor zusammenarbeiten, schwere Nachteile auf dem Finanzmarkt der USA.

Vor diesem Hintergrund wirkte es auf den ersten Blick weder überraschend noch unglaubwürdig, als die russische Zeitung Wedomosti am ...

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