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07.01.2019 / Ausland / Seite 7

Krieg und Krise

Jahresrückblick 2018. Heute: Türkei. Erdogan festigt Präsidialdiktatur. Land in schwerer wirtschaftlicher Lage

Nick Brauns

Am 20. Januar 2018 begann die türkische Armee mit einem Großangriff auf den vor allem von Kurden bewohnten kleinen Selbstverwaltungskanton Afrin im Nordwesten Syriens. Zwei Monate hielten die kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ den Angriffen der mit »Leopard II«-Panzern hochgerüsteten Armee und ihrer dschihadistischen Söldner stand. Doch gegen die Luftangriffe, die mehr als 1.000 YPG-Kämpfern das Leben kosteten und gezielt zivile Infrastruktur zerstörten, waren die leicht bewaffneten Verteidiger auf Dauer machtlos.

Hunderttausende Kurden flohen aus Afrin, das nun einem von Ankara bestimmten Kolonialgouverneuer unterstellt wurde. Mit der türkischen Armee einmarschierte Milizen aus dem Umfeld der Al-Qaida errichteten in dieser bis dahin vom Krieg verschont gebliebenen Region ein Schreckensregime, in dem Plünderungen, Vergewaltigungen, Entführungen sowie bewaffnete Auseinandersetzungen alltäglich geworden sind.

Innenpolitisches Kalkül

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