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02.01.2019 / Inland / Seite 5

Klassische Rosinenpickerei

Geschichte eines Fehlschlags: Vor 25 Jahren wurde die Privatisierung des Eisenbahnsektors eingeläutet

Katrin Küfer

Als zum 1. Januar 1994 die Deutsche Bahn AG (DB) gegründet wurde, versprachen die Urheber dieser »Bahnreform« ein neues goldenes Zeitalter für den Eisenbahnbereich. Anders als die alten Staatsbahnen sollte die DB wie ein »modernes und leistungsfähiges Dienstleistungsunternehmen« am Markt auftreten, verlorene Marktanteile im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern zurückerobern und satte Gewinne verbuchen. 25 Jahre später deuten alle Erfahrungen darauf hin, dass die mit dem Begriff »Bahnreform« beschönigte Strategie der Privatisierung und Liberalisierung des Eisenbahnsektors ein teurer und folgenreicher Fehlschlag war.

Über viele Jahre hatte die Verkehrspolitik in der alten BRD die staatliche Bundesbahn wie ein Stiefkind behandelt und vernachlässigt. Unter dem Einfluss der Auto- und Mineralöllobby begünstigte Bonn vor allem Straßenbau und Luftverkehr. Im Gegensatz zu den anderen Verkehrsträgern, die faktisch stark subventioniert wurden, musste die Bundesbah...

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