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28.12.2018 / Ausland / Seite 7

Brotaufstand in Sudan

Demonstrationen wegen hoher Lebenshaltungskosten weiten sich zu Protest gegen Präsidenten aus

Gerrit Hoekman

Die Opposition im Sudan hat am Donnerstag zu weiteren Protesten gegen den Präsidenten Omar Al-Baschir aufgerufen. Ein Netzwerk sudanesischer Journalisten kündigte zudem an, aus Solidarität mit den Demonstranten in einen unbefristeten Streik zu treten. Das berichtete der arabische Sender Al-Dschasira auf seiner Internetseite. Die Proteste sollen bis jetzt mindestens 37 Tote gefordert haben.

»Wir erklären einen dreitägigen Streik, um gegen die Gewalt zu protestieren, die von der Regierung gegen die Demonstranten entfacht wurde«, erklärten die Journalisten. Die Reporter fordern das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Presse im Sudan unterliegt einer strengen Zensur. Zuweilen werden ganze Auflagen einkassiert.

Die Unruhen begannen am 19. Dezember, nachdem die Regierung angekündigt hatte, den Brotpreis zu verdreifachen. Umgerechnet fünf Cent soll ein Laib demnächst kosten. Es ist nicht das erste Mal, dass »Brotunruhen« einen arabischen Herrscher in Bedrängni...

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