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02.01.2019 / Ausland / Seite 7

Jahr ohne Hoffnung

Jahresrückblick 2018. Heute: Nahost. Donald Trump und Benjamin Netanjahu lassen Friedenslösung in weite Ferne rücken

Wiebke Diehl

Das Jahr 2018, in dem der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels und zugleich der palästinensischen »Nakba« (Katastrophe), der Vertreibung von fast 800.000 Menschen aus ihrer Heimat, begangen wurde, stand vor allem unter dem Eindruck der Entscheidung Washingtons, das bislang zumindest um den Anschein einer neutralen Vermittlung im Nahostkonflikt bemüht war, sich von dieser Illusion zu verabschieden. Nachdem 2017 vom damaligen Präsidenten Barack Obama mit einer überraschenden Enthaltung im UN-Sicherheitsrat die Verabschiedung einer den israelischen Siedlungsbau verurteilenden Resolution ermöglicht worden war, wartete Präsident Donald Trump zum Jahreswechsel 2017/18 mit einer drastischen Kehrtwende auf. Er erkannte Jerusalem als Hauptstadt Israels an und verkündete den Umzug der US-Botschaft aus Tel Aviv dorthin. Seine Entscheidung war ein eklatanter Bruch mit der bisherigen US-amerikanischen Akzeptanz des weitgehenden internationalen Konsenses, der Statu...

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