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21.12.2018 / Ausland / Seite 2

»Erdogan erhält freie Bahn für Intervention«

Türkische Angriffe in Nordsyrien vorbereitet. Kurden in BRD kritisieren Agieren der Bundesregierung. Gespräch mit Ayten Kaplan

Gitta Düperthal

Mit den kriegslüsternen Worten: »Erwartet nicht noch einmal einen Friedensprozess, das ist vorbei«, kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag den Angriff auf die autonome Kurdenregion in Syrien an. US-Präsident Donald Trump hat den IS dort für besiegt erklärt, der Rückzug US-amerikanischer Soldaten hat begonnen. Wie ist die aktuelle Lage?

Erdogan hat Donnerstag vergangener Woche im Irak mit Kampfjets das Flüchtlingscamp Mexmur (arabisch: Machmur, jW) und das jesidische Siedlungsgebiet Sengal (Sindschar, jW) bombardieren lassen. Dabei kamen Menschen ums Leben. Zusammen mit der angedrohten Besatzung Nord- und Ostsyriens wird nun – nach dem völkerrechtswidrigen Überfall auf Afrin im Januar – die nächste Phase des türkischen Angriffskrieges eingeleitet. Erdogan sieht das Projekt der kurdischen Freiheitsbewegung im nordsyrischen Rojava als Bedrohung. Dort geht es um demokratischen Konföderalismus, soziale Ökologie und die Frauenbefreiung ...

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