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24.12.2018 / Ausland / Seite 7

Unheil mit Ankündigung

Jahresrückblick 2018: Brasilien. Demokratie ausmanövriert, Faschist kommt an die Macht

Peter Steiniger

Auf die kleine Revolution, welche die dreizehn Jahre darstellten, die Brasilien von der Arbeiterpartei PT regiert wurde, ist eine ganze Konterrevolution gefolgt. Bei den Präsidentschaftswahlen am 7. und 28. Oktober trat der »Worst Case« ein: Mit Jair »Messias« Bolsonaro wurde ein erklärter Feind der Demokratie und Anhänger der Militärdiktatur von 1964 bis 1985 zum neuen Staatschef Brasiliens bestimmt. Der 42. Präsident des größten südamerikanischen Landes tritt am Neujahrstag das Amt an. Am Ende des Superwahljahres – neben dem Präsidenten wurde an den elektronischen Urnen auch über den Kongress, die Gouverneure und die Parlamente der Bundesstaaten neu entschieden, zeichnet sich der Weg in den autoritären Staat deutlich ab.

Der langjährige Kongressabgeordnete rechter Splitterparteien und frühere Hauptmann wird Nachfolger von Michel Temer von der rechtskonservativen MDB. Dieser war erst 2016 an die Spitze des Landes gerückt, nachdem die zwei Jahre zuvor gew...

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