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27.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Neues vom Kollektiv

Wu Ming reiten wieder: diesmal durch die »sechs Nationen« der Irokesen

Gerd Bedszent

Im kürzlich erschienenen Buch »Manituana« des italienischen Autorenkollektivs Wu Ming geht es um eine Episode aus der Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner. Bei Fans herkömmlicher Wildwestliteratur dürfte das Buch allerdings eher für Verwirrung sorgen. Nordamerikanische Indianer, die in Häusern wohnen, von Ackerbau leben und über eine Verfassung verfügen? Das passt so gar nicht zum Bild der »unzivilisierten Wilden«, denen die weißen Kolonialisten gewaltsam Kultur und Fortschritt eintrichtern mussten. Eingefleischten Marxisten dürfte hingegen vieles im Buch bekannt vorkommen. Hatte sich doch Friedrich Engels in seiner Schrift »Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates« nicht unwesentlich auf Literatur zur politischen und sozialen Funktionsweise der Irokesenföderation bezogen. Und die Zerstörung eben dieser Föderation der »sechs Nationen« ist der historische Hintergrund dieses Romans.

Die Handlung spielt zur Zeit des Unabhängigke...

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