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17.12.2018 / Ausland / Seite 7

Ein Leben für Irland

Der irische Sozialist und frühere IRA-Kämpfer Sean Garland ist tot. Er prägte die Geschichte der republikanischen Bewegung

Dieter Reinisch

Am vergangenen Donnerstag starb der irische Sozialist, ehemalige Präsident der marxistischen Workers’ Party (Arbeiterpartei) und Kämpfer der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), Sean Garland, im Alter von 84 Jahren in seinem Haus nordwestlich von Dublin. Mit ihm starb einer der letzten Vertreter einer Generation, die den nationalen Befreiungskampf in Irland mit proletarischer Klassenpolitik zusammenzuführen versuchte. Er hinterlässt seine Frau Mary, Tochter Caoimhe und zwei Enkelkinder.

Sean Garland stammte aus Dublin und schloss sich bereits in seiner Jugend der IRA an. Am Neujahrstag 1957 griff diese im Rahmen ihrer »Grenzkampagne« eine britische Polizeistation in Nordirland an. Dabei wurden zwei ihrer Kämpfer getötet, Seán South und Fergal O’Hanlon. Der junge Garland, der dem IRA-Kommando angehörte, wurde schwer verletzt.

Fünf Jahre später war die IRA dezimiert. In ihrer Stellungnahme zum Ende der Kampagne hieß es, das irische Volk sei »der IRA ni...

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