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15.12.2018 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Im Manipulationsmaschinenraum

Arnold Schölzel

Der Softwareentwickler und Publizist Jaron Lanier (geb. 1960), Koautor des Buches »Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst«, erhielt 2014 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Er ist ein liberaler Kritiker von Monopolen, insbesondere der US-Internetkonzerne, und beschreibt an ihrem Beispiel sehr genau, was der sozialdemokratische Ökonom Rudolf Hilferding vor mehr als 100 Jahren konstatierte: »Das Finanzkapital will nicht Freiheit, sondern Herrschaft.«

Lanier ist aber zu Recht unverdächtig, Marxist zu sein. Sonst hätte er den Preis in der Frankfurter Paulskirche nicht erhalten. Dafür spricht auch, dass sein Laudator Martin Schulz (SPD) hieß, damals noch Präsident des EU-Parlaments. Er bezeichnete Lanier als »loyalen Oppositionellen«, was ungefähr mit »nützlicher Idiot« übersetzt werden kann.

Am Dienstag veröffentlichte nun die FAZ unter Überschrift »Könnte man das Internet in die Luft jagen?« ein Interview mit Lanier, ...

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