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15.12.2018 / Ausland / Seite 7

Unklare Verhandlungen

Algerien: Präsidentschaftswahlen werden möglicherweise verschoben. Machtgefüge gerät ins Wanken

Sofian Philip Naceur

Der Vorwahlkampf in Algerien sollte bereits auf Hochtouren laufen. In nur vier Monaten, im April 2019, soll schließlich die Abstimmung über den nächsten Präsidenten stattfinden. Doch statt dessen rumort es weiterhin gewaltig im in Auflösung befindlichen Machtgefüge des Landes. Eine zügige Einigung zwischen den verschiedenen in den Staatsapparat eingebundenen Parteien über ein Vorgehen bei den Wahlen rückt immer weiter in die Ferne. Inzwischen wird ernsthaft darüber diskutiert, sie zu verschieben, um Zeit zu gewinnen.

Galt eine erneute Kandidatur des seit 1999 amtierenden Präsidenten Abdelaziz Bouteflika bis vor kurzem noch weitgehend als ausgemacht, hat sich der Wind innerhalb des Regimes und selbst in Bouteflikas eigener Partei, der Nationalen Befreiungsfront (FLN), inzwischen teilweise gedreht. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass eine Lösung ohne den seit einem Schlaganfall 2013 gesundheitlich angeschlagenen und im Rollstuhl sitzenden Staatschef gefu...

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