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13.12.2018 / Inland / Seite 4

Profis zu teuer

Laut Statistik sind nur 30 Prozent der Paketboten vom Fach. Ansonsten viele unterbezahlte Hilfskräfte

Ludger van der Heyden

Im November machte ein Zusteller in Wismar von sich reden, weil er Hunderte Briefe in einem Altpapiercontainer entsorgt hatte. Von der Polizei ertappt, beschied der 25jährige, »diese Arbeit ist nichts für mich«. Wie ihm dürfte es vielen gehen. Mitunter 200 und mehr Pakete täglich müssen Zusteller von Hermes, DPD, GLS, UPS und DHL in der Vorweihnachtszeit befördern. Bei drei Minuten pro Sendung und reichlich unbezahlten Überstunden kann einer schon mal die Lust verlieren – oder seinen Job, wenn er nicht spurt. Billiger Ersatz findet sich immer.

Der boomende Internethandel beschert den Paketdiensten kräftiges Wachstum, aber auch Probleme. Um die Flut an Aufträgen zu bewältigen, lassen die Personaler Fünfe gerade sein: fachliche Befähigung, deutsche Sprachkenntnisse, Umgangsformen? Muss nicht sein. Genommen wird praktisch jeder, der für wenig Geld zu haben ist. Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) verfügen nur 30 Prozent der Beschäftigten ...

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