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10.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Ignaz Hutscherer oder Asyl für einen Mäusebussard

Erwin Riess

Das niederösterreichische Marchfeld ist nicht nur seiner Schlösser und seines Nationalparks wegen berühmt. Auch in der Technologiegeschichte nimmt dieser Landstrich eine herausragende Stellung ein, wie am Beispiel des genialen, aber erfolglosen Erfinders Ignaz Hutscherer aus Kopfstetten gezeigt werden soll.

Der Sohn einer Feldarbeiterfamilie wurde am 1. August 1895 auf freiem Feld geboren. Seine Mutter, eine slowakische Saisonarbeiterin, die während der Feldarbeit von den Wehen überrascht wurde, ließ das Kind – wohl im Zuge einer nachgeburtlichen Gemütsverwirrung – liegen. Da es warm und lau war, trug das Neugeborene keinen Schaden davon; im Gegenteil, die Stimmen des Feldes und des nahen Auwaldes prägten sich ihm für immer ein. Besonders die Rufe des Mäusebussards blieben im Gedächtnis des Kindes haften und sollten späterhin maßgeblich an der ungewöhnlichen Karriere des verlassenen Menschenkindes Anteil haben.

Am Tag nach der Geburt wachte die Mutter aus...

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