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07.12.2018 / Inland / Seite 2

»Pressefreiheit muss man sich leisten können«

Deutsche Post AG setzt auf Profitmaximierung und bedroht damit Fortbestand der jungen Welt. Ein Gespräch mit Gesine Lötzsch

Ralf Wurzbacher

Die Deutsche Post AG will zum neuen Jahr die Preise für die Zeitungszustellung drastisch erhöhen, was neben kleineren Regionalblättern insbesondere die junge Welt in voller Härte trifft und in ihrer Existenz bedroht. Geht es dabei um Gewinnmaximierung oder steckt in Ihren Augen mehr dahinter?

Im Grundgesetz der Bundesrepublik ist im Artikel 5 die Pressefreiheit festgeschrieben. »Eine Zensur findet nicht statt«, heißt es da. Allerdings muss man sich Pressefreiheit auch leisten können. Viele Menschen beziehen heute schon keine Tageszeitung mehr, weil sie das Abo nicht mehr bezahlen können. Wenn die Post AG die Preise weiter nach oben treibt, dann wird es bald nur noch Zeitungen für Besserverdienende geben. Das passt zum neoliberalen Zeitgeist, der keine anderen Meinungen duldet. Schon jetzt beherrschen wenige Konzerne den Zeitungsmarkt und die elektronischen Medien. Das ist eine echte Gefahr für Pressefreiheit und Demokratie.

Beim postalischen Pressevertrie...

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