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04.12.2018 / Inland / Seite 8

»Künstler sind weder neutral noch unschuldig«

Hamburg: Ausstellung über deutschen Kolonialismus aus namibischer Perspektive. Gespräch mit Nashilongweshipwe Mushaandja

Fabian Lehmann

Sie sind Performancekünstler aus Namibia. Woran haben Sie in den letzten Monaten während Ihres Aufenthalts in Hamburg gearbeitet?

Der Ausgangspunkt unserer Arbeit ist ein Archiv des deutschen Schutztruppe-Soldaten Alexander von Hirschfeld (Anfang des 20. Jahrhunderts Leutnant im kolonialisierten Namibia, später in der Kolonialverwaltung in Togo, jW). Das Museum am Rothenbaum besitzt eine Sammlung von mehr als tausend Fotografien, die Landschaft, Kulturgüter, internierte Afrikaner, afrikanische Arbeiter oder Felsmalerei zeigen. Wir drei namibischen Künstler und Künstlerinnen sind eingeladen worden, zusammen mit einer deutschen Historikerin diese Fotos kritisch durchzusehen und darauf künstlerisch zu reagieren.

Mein Schwerpunkt wurde es, nach Hinweisen auf feministische oder queere Erzählungen zu suchen. Denn es ist nicht nur eine koloniale, sondern auch eine patriarchale Sammlung. Es gibt Afrikaner in Ketten und weiße Männer mit Gewehren. Das schwarze Subj...

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