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03.12.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Drohender Kältetod

Wohnungslose Menschen sind weitgehend auf sich gestellt. Etablierte Politik gibt sich gleichgültig. Hilfsorganisationen fordern zum Handeln auf

Markus Bernhardt

In den vergangenen Wochen sind bereits mindestens fünf wohnungslose Menschen im Land erfroren. Die Betroffenen stammten aus Osteuropa und lebten in Köln, Hamburg und Düsseldorf. Während sich Sozialvereine und Ehrenamtliche aufopferungsvoll um Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, kümmern, sitzt die etablierte Politik das Problem auch in diesem Jahr wieder aus. Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) zufolge sind zwischen 1991 und 2017 mindestens 289 Obdachlose erfroren. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Verlässliche Zahlen existieren nicht, da die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD sich weiterhin weigert, eine Statistik zu den Kältetoten zu führen. Gleiches gilt für eine bundesweite Statistik über Obdachlose und Wohnungslose allgemein.

Handlungsbedarf gäbe es genug. Seit 2014 steigt die Zahl obdachloser Menschen drastisch an. Die Gründe dafür sind vielfältig: schwierige Lebenssituationen, Armut, Sucht ...

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