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01.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Die Gesichtszüge spiegeln Melancholie

Malerin der »verschollenen Generation«: Lotte Laserstein im Frankfurter Städel-Museum

Herbert Bauch

Erblickt man das erste Gemälde in der Ausstellung »Lotte Laserstein – Von Angesicht zu Angesicht« im Frankfurter Städel-Museum, so bietet sich eine kleine Überraschung. Die Künstlerin, allgemein im Umfeld der Neuen Sachlichkeit verortet, wartet mit einem Bildnis ihrer Großmutter in bäuerlicher Tracht auf, das 1924 entstand und dessen Ausformung in der Malerei des 19. Jahrhunderts wurzelt.

In Ostpreußen 1898 geboren, wuchs Lotte Laserstein in bürgerlichen Verhältnissen auf. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Mutter mit Lotte und der Schwester Käte nach Danzig zur Großmutter. Dort erhielt sie ersten Zeichenunterricht durch ihre Tante Elsa Birnbaum, die eine kleine Malschule unterhielt. 1912 übersiedelten die drei nach Berlin, wo Lotte im letzten Weltkriegsjahr Abitur machte. Drei Jahre später begann sie ein Studium an der Berliner Hochschule für Bildende Künste, was nach dem Ende des wilhelminischen Kaiserreichs auch für Frauen möglich war. Die Studenti...

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