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29.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Zankapfel Krim

Die Halbinsel nach dem Ende der Sowjetunion: Russland wurde vom Kurswechsel der Ukraine einigermaßen überrascht

Reinhard Lauterbach

Als die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, geschah das entlang der Grenzen der Unionsrepubliken. Das war zunächst einmal eine pragmatische Entscheidung, gegen die, wenn schon einmal geschieden sein sollte, wenig einzuwenden war. Die Jahre unmittelbar vor 1991 hatten allen in der Sowjetunion politisch Entscheidenden deutlich gemacht, welches Minenfeld die Nationalitätenverhältnisse darstellten. Fragen der administrativen Zugehörigkeit lagen dem Konflikt um Berg-Karabach zwischen Armenien und Aserbaidschan zugrunde. Die georgische Unionsrepublik schrumpfte in Kämpfen mit kleineren Nationalitäten, die die Abspaltung Georgiens von Moskau nicht mitmachen wollten. Allen, selbst Boris Jelzin, war klar: Wer die Grenzfrage aufmacht, öffnet ein Pulverfass. Also wurde an die territoriale Zugehörigkeit der Krim nicht gerührt. Russland pachtete die Stützpunkte, die seine Schwarzmeerflotte seit jeher genutzt hatte, im Tausch gegen Vorzugspreise für Energieträger von de...

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