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28.11.2018 / Ausland / Seite 6

Brasilien ohne Ärzte

Ohne kubanische Unterstützung leiden vor allem die Ärmsten unter mangelnder Gesundheitsversorgung

Volker Hermsdorf

Brasiliens künftiger Präsident Jair Bolsonaro setzt bereits vor seinem Amtsantritt am 1. Januar 2019 sein ruinöses Konzept für das größte und bevölkerungsreichste Land Südamerikas um. Seitdem der bekennende Faschist das zwischen Brasilien und Kuba 2013 vereinbarte Programm »Mais Médicos« in Frage gestellt und damit faktisch aufgekündigt hat, steht das Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch. Nach Beendigung des unter der Regierung von Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei PT ins Leben gerufenen staatlichen Sozialprogramms müssen mehr als 8.300 kubanische Ärzte bis zum 10. Dezember das Land verlassen. Die Folgen sind verheerend, vor allem für den ärmeren Teil der Bevölkerung. Wie die Bolsonaro freundlich gesonnene rechtskonservative brasilianische Tageszeitung O Globo am Freitag einräumte, herrscht bereits in 19 Bundesstaaten und mindestens 285 Städten Ärztemangel.

»Das ist eine Katastrophe«, zitierte die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo die 65jährige...

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