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27.11.2018 / Thema / Seite 12

Mythos und Wirklichkeit

Revolte, Klassenkampf und Sexualität. Ein alternativer Blick auf die Geschichte von »’68«

Werner Seppmann

Eine umfassende marxistische Analyse von »’68« steht noch aus. Es gibt mittlerweile Vorarbeiten, die jedoch nicht ausreichen, um zumindest die absurdesten Verzerrungen geradezurücken, die über dieses »Jahr der Revolte« im Umlauf sind. An solcher Mythenproduktion beteiligen sich viele der ins Alter gekommenen damaligen Aktivisten. Von drei Aspekten soll nachfolgend die Rede sein, deren angemessene Berücksichtigung für ein sachgerechtes Verständnis der Ereignisse um das Jahr 1968 unerlässlich sind.

Aufbruch und Revolte

Trotz aller Irrungen und Wirrungen nicht weniger der damaligen Protagonisten ist vieles gleichwohl zutreffend, was durch deren Erzählungen vermittelt wird. Unübersehbar war »’68« eine Zeit des Übergangs, nicht jedoch eine des gesellschaftlichen Bruchs. Dennoch wurde Altes und Verstaubtes in Frage gestellt. Ein Wissen über die deutsche Katastrophengeschichte und die Kontinuität faschistischer Seilschaften in der Bundesrepublik setzte sich durc...

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