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24.11.2018 / Inland / Seite 2

»Beiden drohen dort lange Haftstrafen«

Kurdische Aktivisten aus Bayern nach Bulgarien abgeschoben. Überstellung in Türkei befürchtet. Gespräch mit Mazlum Baris

Gitta Düperthal

Nach mehreren gescheiterten Versuchen sind die beiden kurdischen Aktivisten Ramazan A. und Yüksel T. am Montag aus Bayern abgeschoben worden. In Handschellen brachte man sie mit einem Privatjet nach Sofia in Bulgarien. Die Gefahr ist groß, dass sie von dort aus schnell in der Türkei landen werden (siehe jW vom 29.9.). Was ist genau vorgefallen?

Am 30. August waren beide Flüchtlinge in Deutschland angekommen, seither befanden sie sich in Abschiebehaft in Eichstädt. Am Montag setzte die Polizei ihre Ausweisung gewaltsam durch. Zuvor hatte es zwei gescheiterte Versuche gegeben, Ramazan abzuschieben, und einen bei Yüksel. In Ramazans Fall hatten jeweils die Piloten seine Mitnahme verweigert, Yüksel wiederum hatte sich aus eigener Kraft mit passivem Widerstand zur Wehr gesetzt.

Wir stehen als Bündnis mit Yüksel weiterhin in Kontakt. Er hat das Vorgehen bei der Abschiebung geschildert: Um sieben Uhr früh wurde im Gefängnis eine Leibesvisitation am nackten Körpe...

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