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15.11.2018 / Thema / Seite 12

Das Rumpf-Empire

Im Zuge der Entkolonialisierung verlor Großbritannien die meisten seiner sogenannten Überseegebiete. Trotzdem verfügt es nach wie vor über Stützpunkte in aller Welt. Ein Überblick

David X. Noack

Im Laufe des 19. Jahrhunderts gelang es Großbritannien, ein Imperium zu erobern, in dem »nie die Sonne untergehen würde«. Besitzungen Londons befanden sich auf allen Kontinenten und Weltmeeren. Mit dem Ersten Weltkrieg setzte dann jedoch das Ende des klassischen Britischen Empires ein. Während sich das Weltreich zunächst durch die Zerschlagung des Osmanischen Reiches und die Aneignung von deutschen Kolonien noch vergrößerte, stiegen die Schulden des britischen Fiskus bei US-amerikanischen Privatbanken. Das britische Wirtschaftssystem begann zu wanken, und japanische, US-amerikanische und – zeitweise – deutsche Konkurrenten liefen britischen Konzernen den Rang ab. Viele Halbkolonien – wie beispielsweise Argentinien – wechselten ihren Patron und konnten nicht mehr eindeutig zur britischen Einflusszone gerechnet werden.

Neben den informellen fielen auch die formellen Einflusszonen weg. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte 1947 Britisch-Indien, das »Kronjuwel ...

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