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10.11.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hilflos und albern

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Am 5. November, dem Tag vor den Kongresswahlen, setzte die US-Regierung die erweiterten Sanktionen gegen den Iran und alle, die es wagen, mit diesem teuflischen Land noch Handel zu treiben, in Kraft. Was machte die EU? Ihre Außenbeauftragte Federica ­Mogherini sowie die Außenminister Britanniens, Deutschlands und Frankreichs äußerten ihr »tiefes Bedauern« und behaupteten, es sei ihr Ziel, Unternehmen und Menschen zu schützen, die legitime Geschäfte mit dem Iran machen. Schon am Montag hatte das Zahlungsverkehrssystem SWIFT – ebenfalls bedauernd – die Verbindung zu iranischen Banken gekappt. SWIFT gehört etwa 11.000 Banken in aller Welt, ist in Form einer Genossenschaft mit Sitz in Brüssel organisiert und unterliegt EU-Recht. Der Schritt sei »im Interesse der Stabilität und Integrität des globalen Finanzsystems« unternommen worden, teilte SWIFT mit. Ziel sei es, ein »globaler neutraler Anbieter« zu bleiben.

Aus der von Maas, Mogherini und Co. versprochenen...

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