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09.11.2018 / Feuilleton / Seite 11

Fiktion? Real? Egal!

Das österreichische Filmfestival Viennale präsentiert Dokumentarfilme nicht mehr in einer eigenen Programmschiene

Sabine Fuchs

Die Unterscheidung zwischen Spielfilmen und Dokumentationen sei obsolet geworden, so die Macherinnen und Macher im Vorfeld der Viennale, die am Donnerstag zu Ende gegangen ist. Spiel- und Dokumentarfilme wurden erstmals gemeinsam unter dem Label »Feature« präsentiert.

Die Entscheidung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Richtig ist zwar: Eine theoretische Definition des Dokumentarischen ist schwierig, und es gibt Filme, die sich nicht so eindeutig zuordnen lassen. Jean-Luc Godard beispielsweise spielt häufig mit den Grenzen der Genres, Essayfilmen ist per definitionem ein hohes Maß an Subjektivität eingeschrieben.

Das hätte Anlass geboten, die Grauzonen und Grenzbereiche zu thematisieren – etwa in einer eigenen Reihe oder in Diskussionsveranstaltungen. Die Einheitskategorie »Feature« hingegen erklärt nichts und ist auch politisch fragwürdig. Denn: Was genau wird hier für obsolet erklärt? Der Spielfilm sicher nicht – der ist etablie...

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