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08.11.2018 / Ausland / Seite 2

»Er sieht sich als Teil einer neuen Achse«

Über den radikalen Rechtskurs der Regierung Netanjahu und die Lähmung der israelischen Zivilgesellschaft. Ein Gespräch mit Moshe Zuckermann

Stefan Huth

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman dankte am Montag US-Präsident Trump für die neuen Iran-Sanktionen und lobte dessen »mutige Entscheidung«: Es sei »der Umbruch, auf den der Nahe Osten gewartet« habe. Ist Teheran wirklich der Hauptaggressor?

Iran ist nicht nur nicht der Hauptaggressor in dieser Region, sondern er dient der israelischen Politik, insbesondere Netanjahu, als Ablenkung von den eigenen aggressiven geopolitischen Interessen. Lieberman weiß, bei wem er sich bedankt – denn Trump hat den Ausstieg aus dem Abkommen mit Iran ja nicht aus sachlichen Gründen vorangetrieben, sondern um dem letzten Rest des Obama-Vermächtnisses auf internationaler Ebene den Garaus zu machen.

Was erhofft man sich von dem Handelsembargo? Inwiefern erhöht es die Sicherheit Israels?

Israel will den Iran in die Knie gezwungen sehen. Die Sicherheit würde dabei nicht real aktuell erhöht, denn Israel ist durch den Iran nicht wirklich bedroht. Insofern...

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