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05.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Blick nach Süden

Das deutsche Kapital, vormals Platzhirsch, droht auf dem afrikanischen Kontinent ins Hintertreffen zu geraten. Jetzt wird gegengesteuert

Jörg Kronauer

Ob es diesmal klappt? Mit einer Menge Geld und deutlichen Worten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Berliner Gipfeltreffen zum »Compact with Africa« (in etwa »Vertrag mit Afrika«) am vergangenen Dienstag versucht, deutsche Unternehmer zu neuen Investitionen in Afrika anzuspornen. »Über viele Jahre hinweg waren wir sehr auf Asien konzentriert«, sagte die Kanzlerin in einer Rede vor Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und Afrika sowie einer ganzen Reihe hochrangiger Politiker aus insgesamt elf afrikanischen Staaten, die gekommen waren, um ein Jahr nach dem Start des »Compact«-Projekts unter deutschem G-20-Vorsitz Bilanz zu ziehen. »Auf Asien konzentriert« – das hieß eigentlich: auf China, denn die Volksrepublik hat das Interesse deutscher Manager in den vergangenen Jahren angezogen wie kein anderes Land auf dem asiatischen Kontinent. Mit dem Stichwort »Asien« hatte Merkel die gedankliche Latte also recht hoch gehängt, bevor sie fortfuhr: »Ich denke...

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