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02.11.2018 / Ausland / Seite 7

Husch-Pfusch-Gesetz

Wien: Frau entlassen, weil sie nicht zwölf Stunden am Tag arbeiten wollte. Gewerkschafter fühlen sich in ihrer Kritik bestätigt

André Scheer

Seit dem 1. September gilt in Österreich ein neues Arbeitszeitgesetz. Es erlaubt den Unternehmern, ihre Beschäftigten bis zu zwölf Stunden am Tag und 60 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Natürlich dürften die Angestellten dazu nicht gezwungen werden, hatten die österreichischen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ im Vorfeld immer wieder versichert. Zumindest die elfte und zwölfte Arbeitsstunde am Tag seien freiwillig. So behauptete Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) im Mai in einer Diskussion beim Sender Puls 4, dass es jeder Chef akzeptieren werde, wenn eine Angestellte etwa aus familiären Gründen nicht so lange arbeiten könne. »Wir haben einen gesetzlichen Achtstundentag, und der bleibt. Wir haben eine gesetzliche 40-Stunden-Woche, und die bleibt«, so der auch als Minister für den öffentlichen Dienst amtierende Strache. Es gehe nur darum, dass Beschäftigte Überstunden machen und sich auszahlen lassen können – »wenn sie wollen«.

Doch mit dem »wenn ...

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