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27.10.2018 / Ausland / Seite 6

Brasilien am Scheideweg

Stichwahl über neuen Präsidenten. Faschist Bolsonaro in Umfragen vorn

Peter Steiniger

Ihre Totenglocken läuten bereits: Hält Brasiliens angeschlagene Demokratie dem Sturm von ganz rechts stand? Am Sonntag gehen die Bürger des südamerikanischen Landes drei Wochen nach dem ersten Durchgang erneut an die elektronischen Wahlurnen. Nach den Umfragen dürften sie Jair Bolsonaro zum nächsten Staatschef bestimmen. Der frühere Hauptmann und langjährige Kongressabgeordnete möchte dem Land eine ultraliberale Radikalkur verordnen. Er glorifiziert die 21 Jahre währende Militärdiktatur und deren Folterknechte; er droht seinen politischen Gegner gern mit Erschießung, Haft oder Ausweisung. Mit seinen rassistischen, schwulen- und frauenfeindlichen Tiraden galt Bolsonaro lange nur als übler Politclown. Heute sehen ihn viele in Brasilien als eine Art Volkstribun gegen eine korrupte politische Klasse.

Gegen die Barbarei steht der Name Fernando Haddad. Der Exbürgermeister der Metropole São Paulo und zuvor von 2005 bis 2012 Bildungsminister in den Kabinetten des...

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