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23.10.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Mehrheit? Macht nichts

US-Beschäftigte bei UPS erhalten neuen Tarifvertrag – gegen das Votum der Gewerkschaftsmitglieder

Stephan Kimmerle, Seattle

Zwischen dem Logistikkonzern UPS und der zuständigen Gewerkschaft, der »International Brotherhood of Teamsters«, gilt seit dem 5. Oktober für 243.000 Beschäftigte in den USA ein neuer Tarifvertrag. Kein anderes Regelwerk in der Privatwirtschaft der USA umfasst mehr Beschäftigte. Doch noch kehrt beim Paketauslieferer keine Ruhe ein. Auf der einen Seite müssen lokale Tarifbestimmungen neu verhandelt werden, die – zum Teil deutlich – abgelehnt wurden. Auf der anderen Seite können sich die Beschäftigten nicht auf die fixierten Abmachungen verlassen, da sich die Führung der Teamsters zur Unterzeichnung des Gesamtabkommens über das Votum der Mehrheit ihrer Mitglieder hinwegsetzte.

Auf der von der Gewerkschaft selbst betriebenen Website »UPS Rising« wurde ausgeführt: »Von den 209.043 stimmberechtigten Mitgliedern haben nur 92.604 (44,3 Prozent) ihr Votum abgegeben. Das tabellarische Ergebnis zeigt, dass 42.356 (45,8 Prozent) für den vorgeschlagenen Vertrag und 5...

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