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23.10.2018 / Ausland / Seite 7

Saudis tricksen weiter

Statt Aufklärung immer neue Versionen zum Mordfall Chaschukdschi. Leere Drohungen aus Berlin

Knut Mellenthin

Die USA und ihre europäischen Verbündeten schrecken weiter vor praktischen Maßnahmen gegen Saudi-Arabien zurück. Das Regime in Riad hatte am Freitag nach über zwei Wochen langem Leugnen zugegeben, dass Dschamal Chaschukdschi am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde. Der oppositionelle Journalist, der seit 2017 in den USA lebte, hatte das Gebäude betreten, um ein Dokument zu erhalten, das er für eine Eheschließung benötigte.

Saudi-Arabien bestreitet aber nach wie vor jede Mitschuld an Chaschukdschis Tod. In der ersten Verlautbarung aus Riad hieß es, es sei zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Journalist ums Leben gekommen sei. In neueren Versionen wird eingeräumt, dass saudische »Sicherheitsbeamte«, die am Morgen des 2. Oktober nach Istanbul geflogen waren, ihre Befugnisse überschritten und ein Verbrechen begangen hätten. Inoffizielle Quellen sprechen davon, dass Chaschukdschi gewaltsam zur Rückkehr nach Saudi-Arabien veran...

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