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20.10.2018 / Feuilleton / Seite 10

Da kommt etwas zu sich

Vorwärts zur historisch-dialektischen Aufführungspraxis! Erfreuliche Entwicklungen in der Klassikszene, drei Beispiele

Stefan Siegert

Vieles, das wir hoffnungsfroh lodern sahen, fiel bald in sich zusammen. »Da hat sich« – von der Politik (wo die Geheimdienste ihre Rolle spielen) bis zur Kunst – »wieder einmal etwas totgesiegt«, sagt der Volksmund. So schien es Ende der 90er Jahre in der Klassik der historischen Aufführungspraxis zu gehen. Das Musizieren mit vom Aufkommen eines Musikmarkts nach der Französischen Revolution noch unberührten Barockinstrumenten hatte vor allem auf Tonträgern einen Triumphzug hinter sich. Aber um die Jahrtausendwende schien es damit vorbei. Das Publikum war mit alternativen CDs seiner Lieblingswerke auf Barockinstrumenten versorgt. Und die Veranstalter laden bis heute »Originalklangensembles« einfach nicht gern ein, weil sie in großen Sälen zu leise sind. Säle und Zuhörerinnenzahl müssten kleiner sein. Das schafft eine der Musik und den Menschen entgegenkommende Nähe – allerdings auch eine Shareholdern unerträgliche Rentabilitätsschwäche. Etwas so Wundervol...

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