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20.10.2018 / Inland / Seite 4

Kamerascheue Drogenfahnder

Hamburg: Prozess gegen Beobachtergruppe wegen dokumentierter Polizeiaktion

Kristian Stemmler

In einer Zeit, in der polizeiliche Befugnisse erweitert werden und die Justiz kaum noch vor Übergriffen der Polizei schützt, drehen die Aktivisten von »Copwatch« den Spieß um. Sie beobachten (engl.: »watch«), filmen und fotografieren polizeiliches Handeln, machen Übergriffe öffentlich. Das bleibt allerdings nicht folgenlos. Und so steht in Hamburg seit Mittwoch die Aktivistin S. wegen einer Copwatch-Aktion vor Gericht.

Copwatch ist in Hamburg vor allem auf St. Pauli aktiv, wo die »Taskforce Drogen« der Polizei seit April 2016 afrikanische Kleindealer verfolgt, aber auch »People of Colour« (nichtweiße Menschen), die sie für Drogenhändler hält. Weiße Unterstützer werden ebenfalls anlasslos kontrolliert. Die Beobachtergruppe bedient sich unter anderem satirischer Mittel. Im Verfahren vor dem Amtsgericht Hamburg geht es um eine Aktion, die Beamte der Taskforce mit selbstgebastelten Papp-Pferden persi...

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