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17.10.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Uranmunition und Wassermangel

Unter den Folgen der völkerrechtswidrigen US-Invasion 2003 leidet die irakische Bevölkerung bis heute

Karin Leukefeld

Es war nicht das erste Mal, als am 20. März 2003 ausländische Armeen über die südlichen irakischen Provinzen Basra und Dhi Kar herfielen. Der Iran-Irak-Krieg (1980–88) hatte im Grenzgebiet rund um Basra und östlich des Schatt Al-Arab eine verbrannte Kraterlandschaft hinterlassen. Bei der Vertreibung der irakischen Armee aus Kuwait 1991 hatten US- und britische Kampfflugzeuge die sich zurückziehenden Truppen attackiert und auf der »Straße des Todes« mit Tonnen uranhaltiger Munition vernichtet.

In einer völkerrechtswidrigen, nie vom UN-Sicherheitsrat legitimierten »Flugverbotszone« über dem Süden des Landes flogen britische und US-Kampfjets seit 1991 täglich bis zu 50 Angriffe auf die Anlagen der irakischen Luftabwehr – angeblich um die schiitische Bevölkerung zu schützen. Schon Wochen vor dem offiziellen Einmarsch 2003 wurden mehr als zwei Millionen Flugblätter über den südlichen Provinzen abgeworfen. Darauf fanden sich Hinweise auf die Frequenzen eines US...

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