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12.10.2018 / Thema / Seite 12

Weltunordnungskrieg

Die militärischen Auseinandersetzungen in Syrien haben die globalen Kräfteverhältnisse verändert. Die USA haben ihre hegemoniale Rolle eingebüßt, Russland ist auf die Bühne der Weltpolitik zurückgekehrt

Wiebke Diehl

»Und ihr denkt, es geht um einen Diktator«, überschrieb Hans-Christof Kraus, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Uni Passau, seinen Beitrag über den Krieg in Syrien im Feuilleton der FAZ vom 24. Juli 2012. Es gehe beim Syrien-Krieg keinesfalls darum, der syrischen Bevölkerung zu Freiheit und Demokratie zu verhelfen. Die große Vielzahl deutscher Kommentatoren lege eine große »geopolitische Ahnungslosigkeit« an den Tag, man habe in »unserem Land verlernt (…), in weltpolitischen und geostrategischen Kategorien zu denken«. Dabei liege die Ursache für den Krieg auf der Hand: Bereits der britische Politiker Halford Mackinder habe kurz vor dem Ersten Weltkrieg Nord- und Mittelasien als »Herzland« geopolitischen und geostrategischen Interesses bezeichnet, in dem sieben Achtel der Weltbevölkerung angesiedelt seien und sich der weitaus größte Anteil an Rohstoffen befinde. Wer dieses Gebiet beherrsche, sei Herrscher der Welt. Für Nicholas Spykman, wäh...

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