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12.10.2018 / Ausland / Seite 7

Liberaler Untergrund

Kräfteverhältnisse in Brasilien verschoben, Herkulesaufgabe für Haddad. Bolsonaro-Partei erhielt Hilfe aus Deutschland

Peter Steiniger

Die Wahlen am 7. Oktober haben die politische Landschaft Brasiliens abrupt verändert. Den Vormarsch des faschistischen Kandidaten Jair Bolsonaro in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen begleitete der rasante Aufstieg seiner Partei PSL (Partido Social Liberal) von einer Kleinstpartei zur zweitstärksten Kraft im 513 Köpfe zählenden Abgeordnetenhaus in Brasília. Ab der 2019 beginnenden Legislaturperiode wird sie im Unterhaus des Kongresses statt mit bisher einem mit 52 Sitzen vertreten sein. Nur die Arbeiterpartei PT verfügt dann dort – trotz Verlusten – mit 56 Abgeordneten über eine noch größere Fraktion. Einen Absturz bei den Kongresswahlen erlebten die traditionellen Mitte-rechts-Parteien. Der MDB von Präsident Michel Temer hält dann noch 34 Sitze, bisher sind es 66. Der traditionelle großbürgerliche Gegenspieler der Arbeiterpartei PSDB ist mit 29 Mandaten ebenfalls in der Kategorie »ferner liefen« gelandet. Zu den Gewinnern der Wahl gehört die Mi...

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